Der Geruch von verbranntem Müll und ein Vorgeschmack auf das Taj Mahal

Nach einer schlaflosen Nacht, stiegen wir endlich aus dem Flieger und da war er wieder, dieser ganz spezielle Geruch, den man in der Nase hat, wenn man irgendwo in Asien ankommt. Es ist eine Mischung aus Smog, Essen, das auf der Straße zubereitet wird, Autoabgasen und Müll, der ebenfalls auf der Straße verrannt wird, kurz gesagt – der Geruch von Urlaub 😀

Unser erstes Abenteuer in Indien bestand darin, Geld abzuheben. Da wir weder eine lokale Sim Karte hatten und der Flughafen auch kein WLAN anbot, waren wir (mal wieder) völlig unvorbereitet und wussten den Wechselkurs zwischen dem Euro und der Rupie nicht. Als der Geldautomat also ankündigte, 200 rupien Gebühr zu erheben, dachte ich aus irgendeinem Grund, es wären 20€, was natürlich völlig daneben wäre. Nach kurzer Überlegung schimmerte der echte Wechselkurs dann doch aus meinem Elefantengedächtnis durch und es waren nur 3€ 🙂

Die Fahrt zu unserer Wohnung gab uns einen ersten Eindruck für den indischen Verkehr und machte klar: Es ist noch verrückter als in anderen Ecken von Asien. Was uns aber überrascht hat, die meisten Autos sind in einem guten Zustand, was dafür spricht, dass dieses chaotische System funktioniert und es verhältnismäßig wenige Unfälle gibt (wir hatten trotzdem an einigen Stellen ganz schön Schiss).

Als wir in der Wohnung ankamen, nahm unser Gastgeber Sunil uns in Empfang und gab uns sofort das Gefühl zu Hause zu sein. Er zeigte uns die Wohnung und erklärte, dass wir entweder selbst Frühstück machen können oder seinen Koch bitten können etwas für uns zu zaubern 🙂 Wir machten uns ein Paar Toasts und fielen für den Rest des Tages in Tiefschlaf, denn die schlaflose Nacht im Flieger und der Jetlag gingen nicht spurlos an uns vorbei. Für den Abend hatten wir eine Restaurantempfehlung und so machten wir uns auf zum Connaught Place, das chique Zentrum Delhis und hatten dort ein uuuunglaublich teueres Dinner (70€ insgesamt), was allerdings auch das leckerste indische Essen bisher war und uns zwei Raupen nimmersatt echt umgehauen hat – wir würden es jederzeit wiederholen und können das United Coffee House jedem empfehlen!

Den nächsten Tag starteten wir so, wie Urlauber es eben tun – wir haben ausgeschlafen, haben gemütlich gefrühstückt und bis wir uns fertig gemacht haben, war es schon 13 Uhr. Da das Weltkulturerbe, Humayun Maosleum gleich auf der anderen Straßenseite von unserer Wohnung lag, haben wir beschlossen, es zum ersten Ziel auf unserer Liste zu machen. Wir wurden nicht enttäuscht, die Architektur hat nicht nur uns fasziniert, sondern diente auch als Quelle der Inspiration für den Erbauer des Taj Mahal. Noch mehr waren wir aber von der lokalen Fauna überrascht, denn wir haben riesige Falken und grüne Papagaien auf dem Gelände entdeckt und sind denen eine Weile mit unseren Kameras hinterher gejagt 🙂

Unser nächstes Ziel war das India Gate (vergleichbar mit der Arc de Triomphe in Paris), und genossen einen Spaziergang über die Wiese, wo Einheimische ihr Picknick abhielten, Cricket spielten oder im nahegelegenen Teich auf Tretbötchen unterwegs waren, es war eine Atmosphäre zwischen einem Sonnenbad auf der Wiese und einem kleinen Volksfest (inkl. Popcorn und Eis).

Nach diesem Spaziergang, stand eine weitere Empfehlung unseres Freundes auf dem Programm- ein lokaler Markt, den er als „sehr authentisch“ beschrieben hat. Und tatsächlich, authentisch trifft es ganz gut :D. Hier gibt es alles von Nepalesischen Stoffen, über Schweizer Uhren, frisches Gemüse, lebende Hühner bis hin zu Fleisch und Meeresfrüchten unter einem Dach. Wir begnügten uns mit etwas frischem Obst und fuhren in Richtung Parlament. Durch die Lage auf einem Hügel an einer Prachtallee, bot sich uns von hier ein toller Blick auf die Stadt bei Sonnenuntergang.

Später wurden wir von unserem Freund abgeholt und sind mit ihm durch den Süden Delhis gefahren, wo die bekannten indischen Designer ihre Boutiquen haben und wo es fast so aussieht, als wäre man irgendwo in Europa. Aber da unsere Rucksäcke kein Shopping zulassen, haben wir uns wieder auf das konzentriert, was wir gut können – lecker indisch essen 😀 Dieses Mal waren wir im Zaffran, einem Restaurant, wo man den Köchen bei ihrer Arbeit zusehen kann. Wir genossen unser Dinner und hatten eine tolle Zeit mit unserem Freund.

 
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